Mein SystemfehlerAnonymes Tagebuch über ADHS, Asperger, Reizüberflutung und Alltag.
10.06.2026 16:05TagebuchAutor: Systemfehler

# Ein ganz normaler Mittwoch

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Hinweis: Diese Vorlesestimme ist KI-generiert und keine echte menschliche Stimme.

Heute Morgen um 7:30 Uhr hat meine Frau mich geweckt. Ich sollte bitte die Sachen ins Auto räumen. Gestern Abend hatten wir noch alles ausräumen müssen, weil der Transporter kaputt war und wir die Ware mit dem Privatwagen fahren mussten.

Ich brauchte einen Moment, um wach zu werden, ging schnell auf die Toilette und machte eine Katzenwäsche. Dann ging ich nach draußen, um die Sitze wieder richtig zu machen und die Armaturen abzuwischen, bevor ich die Sachen ins Auto lud.

In der Küche saßen meine Frau und die Kinder beim Frühstück. Es war mal wieder zu spät, und unser Großer ließ sich alle Zeit der Welt. Wenn es nach mir ginge, wäre er schon längst auf dem Weg zur Schule gewesen. Aber ich habe ja nichts zu sagen. Wenn ich etwas sage, ist es eh falsch. So kommt es mir zumindest vor, wenn ich den Erziehungsstil meiner Frau betrachte.

Um Stress mit dem Großen zu vermeiden, entschied ich mich, lieber schon mal ins Bad zu gehen, um mir die Zähne zu putzen. Ich kann es einfach nicht ertragen, wie seelenruhig er da sitzt, obwohl er eigentlich schon längst aufbrechen müsste. Aber gut, ich darf ja nichts sagen.

Während ich oben im Bad war, bekam ich mit, dass die Luft rein war. Er war soweit und hatte sich ins Auto begeben. Seine Schwester wollte mitfahren, um ihn zur Schule zu bringen. Als meine Frau und meine Tochter zurückkamen, gingen sie auch nach oben ins Bad.

Meine Frau hatte es eilig, denn sie hatte einen Termin bei der Eheberatung. Alle 14 Tage oder manchmal auch wöchentlich geht sie hin. Ich war einmal mit, aber ich mag es nicht, also geht sie alleine. Es kostet 50 oder 55 Euro pro Termin. Ich finde das unverschämt, aber wenn es ihr hilft, mich besser ertragen zu können, ist es mir das wert.

Ich frage mich oft, warum sie noch mit mir zusammen ist. Sie zeigt mir deutlich, dass sie das nicht möchte, und trotzdem schläft sie noch mit mir und ist nett. Das schwankt. Egal was ich mache, ich habe das Gefühl, es hilft eh nichts, und ich mache alles falsch.

Als meine Frau mit unserer Tochter fertig war, kam die Kleine herunter. Ich hatte ihr schon zwei Capri-Sonnen in ihre Kindergarten-Trinkflasche getan. Sie nahm die Flasche und rannte durchs Wohnzimmer, wobei sie sie fallen ließ und die Hälfte herauslief. Passiert, kein Thema. Heute ist Mittwoch, da ist die Putzfrau eh da.

Meine Frau brachte die Kleine zum Kindergarten und fuhr dann direkt zu ihrem Termin. In der Zwischenzeit machte ich mir ein leckeres Omelett. Die Putzfrau war gerade fertig mit dem Saugen, als ich sah, dass sie mit dem Dampfreiniger über die ausgekippte Capri-Sonne ging.

Ich dachte mir nur: „Fachkraft!“

Nach dem Essen ging ich ins Wohnzimmer, und der ganze Boden war klebrig. Ich schnellte nach oben, machte einen Wischeimer fertig und wischte unten nochmal durch. Ich gab der Putzfrau einen frischen Mop, aber auch mein Durchwischen brachte nicht viel. Der Boden klebte immer noch überall. Ein ekliges Gefühl!

Als meine Frau von der Eheberatung zurückkam, holten wir gemeinsam unsere Tochter aus dem Kindergarten. Ich wartete im Auto, denn ich fühlte mich unwohl, weil ich so dick bin. Als die beiden zurück waren, fuhren wir gemeinsam einkaufen.

Eigentlich war der Plan, zuerst zum Mittagessen einzukaufen. Ich hatte da etwas im Kopf, was ich mit den Sachen machen wollte, die wir zu Hause hatten. Doch meine Frau, die ich in Gedanken „die Regierung“ nenne, meinte, ich dürfe das nicht einfach nehmen, weil es das war, was unser Sohn am Vortag eingekauft hatte und er etwas daraus machen wollte.

Wieder eine Extrawurst für den Kleinen.

Aber sowas darf ich tatsächlich nur denken, denn sonst gibt es Ärger. Meine Frau ist da ganz fies, und ich habe direkt einen sitzen – umgangssprachlich, versteht sich!

Vom Einkaufen zurück gab es Brötchen zum Mittagessen. Die Kleine durfte kurz an die Medien beim Essen. Danach ging meine Frau raus zum Rauchen und wartete auf ihre Schwester, die mit ihrem Kind zu Besuch kommen wollte.

Ich räumte derweil die Spülmaschine ein und aus und setzte mich dann an den Computer. Nach dem Rauchen ging meine Frau zur Wäsche. Es dauerte nicht lange, und es klingelte an der Tür. Es war die Schwester meiner Frau, wie angekündigt.

Und so verging der Tag, wie so oft, mit seinen kleinen Herausforderungen und den Fragen, die ich mir immer wieder stelle.

Was mich heute auch wieder zum Nachdenken gebracht hat: Während die Schwester meiner Frau hier war, habe ich die Zeit genutzt, um in der Küche aktiv zu werden. Ich habe ein leckeres Abendessen zubereitet, während die beiden Frauen sich mit den Kindern beschäftigt haben. Es war schön zu sehen, wie sie miteinander quatschten und lachten.

Als es dann Zeit zum Essen war, war ich voller Vorfreude, meine Kreation zu präsentieren. Doch die Enttäuschung ließ nicht lange auf sich warten. Die beiden Kleinen wollten mein Essen nicht. Stattdessen gab es wieder eine Extrawurst – eine schnelle 5-Minuten-Terrine.

Die Pflegetochter isst nur das Fleisch, meine Frau hat gar nichts gegessen, und die Kinder bekommen wieder etwas ganz anderes. Ich frage mich, wofür ich mir die Mühe mache.

Es fühlt sich manchmal an, als ob ich in der Küche stehe und für niemanden koche. Ich mache mir Gedanken, ich koche, ich versuche etwas Leckeres hinzubekommen, und am Ende wird es nicht geschätzt. Vielleicht ist das für andere nur Essen, aber für mich ist es mehr. Es ist auch eine Art zu zeigen, dass ich etwas beitragen will.

Es frustriert mich, dass ich mir die Mühe mache, etwas Leckeres zu kochen, und es dann nicht angenommen wird. Die Kleinen wollen es nicht, die Pflegetochter isst nur das Fleisch, meine Frau isst gar nichts, und am Ende gibt es für die Kinder doch wieder etwas anderes.

Ich frage mich wirklich, wofür ich mir die Mühe mache. Vielleicht ist es an der Zeit, darüber nachzudenken, wie ich meine Kochkünste besser einbringen kann, damit sie auch wirklich gewürdigt werden. Oder vielleicht sollte ich einfach lernen, das Ganze gelassener zu sehen.

Aber genau das ist schwer.

Denn es fühlt sich nicht einfach nur so an, als würde jemand mein Essen nicht mögen. Es fühlt sich an, als würde meine Mühe nicht gesehen. Als wäre das, was ich mache, sowieso egal. Und genau dieses Gefühl kenne ich nicht nur aus der Küche. Das zieht sich irgendwie durch viele Situationen.

Ich mache etwas, ich denke mit, ich will helfen, ich will beitragen, und trotzdem bleibt am Ende dieses Gefühl: Es reicht nicht. Es kommt nicht an. Oder es ist wieder falsch.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum mich solche Alltagssituationen so treffen. Von außen sieht es vielleicht klein aus: ein klebriger Boden, ein verspäteter Morgen, ein Kind, das sich Zeit lässt, ein Essen, das nicht gegessen wird. Aber in mir löst das viel mehr aus.

Da ist Wut. Da ist Enttäuschung. Da ist dieses Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Da ist auch die Frage, ob ich überhaupt noch etwas richtig machen kann.

Und so war es wieder einer dieser Tage, die eigentlich ganz normal wirken. Familie, Haushalt, Kinder, Einkaufen, Besuch, Kochen. Nichts Großes. Nichts Dramatisches.

Aber innerlich war es wieder viel.
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