# Wer hier schreibt
direkt am Beitrag, ohne Namen öffentlich zu zeigen
Beitrag anhören
Hinweis: Diese Vorlesestimme ist KI-generiert und keine echte menschliche Stimme.
Wer hier schreibt
Ich schreibe hier anonym, weil ich offen erzählen möchte, ohne mich und meine Familie unnötig angreifbar zu machen.
Ich bin ein erwachsener Familienvater mit ADHS und Asperger. Heute weiß ich, dass viele Dinge in meinem Leben nicht einfach „schiefgelaufen“ sind, weil ich nicht wollte, sondern weil ich schon als Kind anders funktioniert habe. ADHS war nicht erst irgendwann als Erwachsener da. Es war schon früh ein Teil von mir, auch wenn es damals nicht so verstanden wurde, wie es vielleicht hätte verstanden werden müssen.
In der Schule hat es nie wirklich gut geklappt. Ich habe die 8. Klasse mehrfach wiederholt und wurde am Ende mit einem Abgangszeugnis ohne richtigen Schulabschluss entlassen. Für andere klingt so etwas vielleicht wie Versagen. Für mich war es eher der Anfang eines langen Weges, auf dem ich immer wieder gemerkt habe: Ich passe nicht richtig in die Systeme, in die ich passen soll.
Schon als Kind und Jugendlicher war ich mehrfach in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Später kam ich in verschiedene Jugendhilfeeinrichtungen. Ich war in einer Wohngruppe, danach in einem Jungenheim und später im betreuten Wohnen. In dieser Zeit habe ich auch eine überbetriebliche Ausbildung als Maler und Lackierer angefangen, aber nach kurzer Zeit wieder abgebrochen. Nicht, weil ich keine Zukunft wollte, sondern weil ich mit mir selbst, mit Anforderungen, Regeln, Druck und meiner inneren Unruhe oft nicht zurechtkam.
Mein Leben war lange ein Wechsel aus Anläufen, Abbrüchen, Missverständnissen und dem Versuch, trotzdem weiterzumachen. Schule, Ausbildung, Arbeit, Behörden, Gesundheit und Familie waren für mich nie einfache gerade Linien. Vieles war Kampf, vieles war Überforderung, vieles wurde von außen anders bewertet, als es sich innen angefühlt hat.
Heute versuche ich, ehrlicher auf mein Leben zu schauen. Ich bin nicht nur meine Diagnosen, nicht nur meine Vergangenheit und auch nicht nur das, was in Berichten über mich steht. Ich bin jemand, der viel erlebt hat, oft gefallen ist, aber trotzdem immer wieder versucht hat aufzustehen.
Dieses Tagebuch soll kein Mitleid sammeln. Es soll zeigen, wie sich ein Leben mit ADHS, Asperger, schwieriger Vergangenheit, Verantwortung und Familie wirklich anfühlen kann. Nicht aus einem Lehrbuch, nicht perfekt formuliert, sondern aus dem echten Alltag heraus.
Vielleicht erkennt sich jemand darin wieder. Vielleicht versteht jemand danach einen Menschen in seinem Umfeld besser. Und vielleicht hilft es mir selbst, meine Gedanken zu sortieren und nicht immer alles allein mit mir herumzutragen.
Und dann ist da noch mein Sohn
In diesem Tagebuch geht es nicht nur um mich. Es geht auch um meine Familie. Und ein großer Teil davon ist mein Sohn.
Ich schreibe auch über ihn, weil ich in ihm vieles wiedererkenne. Nicht eins zu eins, nicht alles gleich, aber dieses Gefühl, dass ein Kind nicht einfach „schwierig“ ist, sondern dass dahinter viel mehr steckt. Überforderung. Reizüberflutung. Missverständnisse. Der Versuch, irgendwie durch einen Alltag zu kommen, der für andere vielleicht normal wirkt, für ihn aber oft viel zu viel ist.
Bei meinem Sohn ist ADHS ein großes Thema. Auch das Thema Autismus/Asperger begleitet uns schon lange. Es gab Diagnostik, Berichte, Fragebögen, Einschätzungen und viele Gespräche. Manches wurde gesehen, manches aus meiner Sicht nicht richtig verstanden. Genau das macht es als Eltern so schwer: Man erlebt das Kind jeden Tag im echten Leben, aber in Terminen, Tests oder kurzen Beobachtungen wirkt manches plötzlich anders oder wird anders bewertet.
Bei uns ist Alltag oft kein einfacher Ablauf. Morgens aufstehen, anziehen, waschen, Zähne putzen, loskommen, Schule schaffen – das sind keine Kleinigkeiten. Das sind bei uns manchmal richtige Kraftakte. Vieles braucht Begleitung, Erinnerung, klare Ansagen und Geduld. Ohne Unterstützung verliert er sich schnell, bleibt hängen, spielt, verweigert oder ist einfach überfordert.
Auch Schule ist ein großes Thema. Nicht nur wegen des Lernens, sondern wegen allem drumherum: Geräusche, Menschen, Regeln, Veränderungen, Missverständnisse und Druck. Manchmal wird von außen nur gesehen, dass etwas nicht klappt. Aber zu Hause sehen wir, wie viel Kraft ihn das kostet. Wir sehen die Anspannung vorher, die Erschöpfung danach und die Momente, in denen einfach nichts mehr geht.
Er ist sehr empfindlich bei bestimmten Geräuschen, Gerüchen und Situationen. Manche Dinge, die andere kaum wahrnehmen, können für ihn kaum auszuhalten sein. Dazu kommt, dass er vieles sehr wörtlich nimmt und soziale Situationen nicht immer so versteht, wie andere sie meinen. Dadurch entstehen schnell Missverständnisse, obwohl er es oft gar nicht böse meint.
Abends und nachts zeigt sich vieles noch einmal anders. Nähe, Sicherheit und Ruhe sind für ihn sehr wichtig. Schlafen ist bei uns nicht einfach nur „Licht aus und fertig“. Manchmal braucht er Nähe, manchmal kommt er zurück, manchmal ist der Tag noch in seinem Kopf und Körper, obwohl er eigentlich längst schlafen sollte.
Und trotzdem ist mein Sohn nicht einfach eine Ansammlung von Problemen. Er ist ein Kind mit Herz. Er kann hilfsbereit sein, empathisch, sozial und liebevoll. Er teilt gern, er sucht Nähe, er möchte dazugehören. Genau deshalb tut es manchmal so weh, wenn er nur über Defizite beschrieben wird.
Ich schreibe über ihn, weil ich zeigen möchte, wie es wirklich ist: nicht schwarz-weiß, nicht einfach, nicht perfekt. Ein Kind kann gleichzeitig liebenswert und anstrengend sein. Es kann Hilfe brauchen und trotzdem stark sein. Es kann scheitern und trotzdem jeden Tag kämpfen.
Und vielleicht ist das einer der Gründe, warum ich dieses Tagebuch schreibe: Weil ich nicht möchte, dass Kinder wie mein Sohn nur als schwierig gesehen werden. Ich möchte zeigen, was hinter dem Verhalten liegen kann. Und ich möchte ehrlich erzählen, wie es ist, als Vater selbst betroffen zu sein und gleichzeitig ein Kind zu begleiten, das auf seine eigene Weise auch betroffen ist.
Ich schreibe hier anonym, weil ich offen erzählen möchte, ohne mich und meine Familie unnötig angreifbar zu machen.
Ich bin ein erwachsener Familienvater mit ADHS und Asperger. Heute weiß ich, dass viele Dinge in meinem Leben nicht einfach „schiefgelaufen“ sind, weil ich nicht wollte, sondern weil ich schon als Kind anders funktioniert habe. ADHS war nicht erst irgendwann als Erwachsener da. Es war schon früh ein Teil von mir, auch wenn es damals nicht so verstanden wurde, wie es vielleicht hätte verstanden werden müssen.
In der Schule hat es nie wirklich gut geklappt. Ich habe die 8. Klasse mehrfach wiederholt und wurde am Ende mit einem Abgangszeugnis ohne richtigen Schulabschluss entlassen. Für andere klingt so etwas vielleicht wie Versagen. Für mich war es eher der Anfang eines langen Weges, auf dem ich immer wieder gemerkt habe: Ich passe nicht richtig in die Systeme, in die ich passen soll.
Schon als Kind und Jugendlicher war ich mehrfach in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Später kam ich in verschiedene Jugendhilfeeinrichtungen. Ich war in einer Wohngruppe, danach in einem Jungenheim und später im betreuten Wohnen. In dieser Zeit habe ich auch eine überbetriebliche Ausbildung als Maler und Lackierer angefangen, aber nach kurzer Zeit wieder abgebrochen. Nicht, weil ich keine Zukunft wollte, sondern weil ich mit mir selbst, mit Anforderungen, Regeln, Druck und meiner inneren Unruhe oft nicht zurechtkam.
Mein Leben war lange ein Wechsel aus Anläufen, Abbrüchen, Missverständnissen und dem Versuch, trotzdem weiterzumachen. Schule, Ausbildung, Arbeit, Behörden, Gesundheit und Familie waren für mich nie einfache gerade Linien. Vieles war Kampf, vieles war Überforderung, vieles wurde von außen anders bewertet, als es sich innen angefühlt hat.
Heute versuche ich, ehrlicher auf mein Leben zu schauen. Ich bin nicht nur meine Diagnosen, nicht nur meine Vergangenheit und auch nicht nur das, was in Berichten über mich steht. Ich bin jemand, der viel erlebt hat, oft gefallen ist, aber trotzdem immer wieder versucht hat aufzustehen.
Dieses Tagebuch soll kein Mitleid sammeln. Es soll zeigen, wie sich ein Leben mit ADHS, Asperger, schwieriger Vergangenheit, Verantwortung und Familie wirklich anfühlen kann. Nicht aus einem Lehrbuch, nicht perfekt formuliert, sondern aus dem echten Alltag heraus.
Vielleicht erkennt sich jemand darin wieder. Vielleicht versteht jemand danach einen Menschen in seinem Umfeld besser. Und vielleicht hilft es mir selbst, meine Gedanken zu sortieren und nicht immer alles allein mit mir herumzutragen.
Und dann ist da noch mein Sohn
In diesem Tagebuch geht es nicht nur um mich. Es geht auch um meine Familie. Und ein großer Teil davon ist mein Sohn.
Ich schreibe auch über ihn, weil ich in ihm vieles wiedererkenne. Nicht eins zu eins, nicht alles gleich, aber dieses Gefühl, dass ein Kind nicht einfach „schwierig“ ist, sondern dass dahinter viel mehr steckt. Überforderung. Reizüberflutung. Missverständnisse. Der Versuch, irgendwie durch einen Alltag zu kommen, der für andere vielleicht normal wirkt, für ihn aber oft viel zu viel ist.
Bei meinem Sohn ist ADHS ein großes Thema. Auch das Thema Autismus/Asperger begleitet uns schon lange. Es gab Diagnostik, Berichte, Fragebögen, Einschätzungen und viele Gespräche. Manches wurde gesehen, manches aus meiner Sicht nicht richtig verstanden. Genau das macht es als Eltern so schwer: Man erlebt das Kind jeden Tag im echten Leben, aber in Terminen, Tests oder kurzen Beobachtungen wirkt manches plötzlich anders oder wird anders bewertet.
Bei uns ist Alltag oft kein einfacher Ablauf. Morgens aufstehen, anziehen, waschen, Zähne putzen, loskommen, Schule schaffen – das sind keine Kleinigkeiten. Das sind bei uns manchmal richtige Kraftakte. Vieles braucht Begleitung, Erinnerung, klare Ansagen und Geduld. Ohne Unterstützung verliert er sich schnell, bleibt hängen, spielt, verweigert oder ist einfach überfordert.
Auch Schule ist ein großes Thema. Nicht nur wegen des Lernens, sondern wegen allem drumherum: Geräusche, Menschen, Regeln, Veränderungen, Missverständnisse und Druck. Manchmal wird von außen nur gesehen, dass etwas nicht klappt. Aber zu Hause sehen wir, wie viel Kraft ihn das kostet. Wir sehen die Anspannung vorher, die Erschöpfung danach und die Momente, in denen einfach nichts mehr geht.
Er ist sehr empfindlich bei bestimmten Geräuschen, Gerüchen und Situationen. Manche Dinge, die andere kaum wahrnehmen, können für ihn kaum auszuhalten sein. Dazu kommt, dass er vieles sehr wörtlich nimmt und soziale Situationen nicht immer so versteht, wie andere sie meinen. Dadurch entstehen schnell Missverständnisse, obwohl er es oft gar nicht böse meint.
Abends und nachts zeigt sich vieles noch einmal anders. Nähe, Sicherheit und Ruhe sind für ihn sehr wichtig. Schlafen ist bei uns nicht einfach nur „Licht aus und fertig“. Manchmal braucht er Nähe, manchmal kommt er zurück, manchmal ist der Tag noch in seinem Kopf und Körper, obwohl er eigentlich längst schlafen sollte.
Und trotzdem ist mein Sohn nicht einfach eine Ansammlung von Problemen. Er ist ein Kind mit Herz. Er kann hilfsbereit sein, empathisch, sozial und liebevoll. Er teilt gern, er sucht Nähe, er möchte dazugehören. Genau deshalb tut es manchmal so weh, wenn er nur über Defizite beschrieben wird.
Ich schreibe über ihn, weil ich zeigen möchte, wie es wirklich ist: nicht schwarz-weiß, nicht einfach, nicht perfekt. Ein Kind kann gleichzeitig liebenswert und anstrengend sein. Es kann Hilfe brauchen und trotzdem stark sein. Es kann scheitern und trotzdem jeden Tag kämpfen.
Und vielleicht ist das einer der Gründe, warum ich dieses Tagebuch schreibe: Weil ich nicht möchte, dass Kinder wie mein Sohn nur als schwierig gesehen werden. Ich möchte zeigen, was hinter dem Verhalten liegen kann. Und ich möchte ehrlich erzählen, wie es ist, als Vater selbst betroffen zu sein und gleichzeitig ein Kind zu begleiten, das auf seine eigene Weise auch betroffen ist.
Freigegebene Antworten
Noch keine freigegebenen Antworten.